gezielt abnehmen

Übergewicht: Ursachen, Folgen und Risiken

> Abnehmtipps > Übergewicht: Ursachen, Folgen und Risiken

Das Phänomen kennen alle, ganz gleich ob gertenschlank oder pummelig. Die einen können in sich hineinstopfen was sie wollen und nehmen kein Gramm zu. Die anderen gehen sprichwörtlich nur an einem leckeren Gericht vorbei und schon zeigt die Waage ein Pfündchen mehr an. Das ist für die erste Gruppe natürlich ein Segen. Die Restlichen fragen sich dann meist, wie eine solche Ungerechtigkeit überhaupt möglich ist.

Wissenschaftler haben dafür noch keine eindeutige Erklärung. Es hängt mit Sicherheit mit einem unterschiedlichen Stoffwechsel zusammen. Außerdem, so der Stand der momentanen Forschung, hängt das Problem Übergewicht schätzungsweise zu 60 – 70 Prozent auch von den Genen ab.

Übergewicht

Die Ursachen von Übergewicht können vielfältig sein. Wichtig ist allerdings, dass die Problematik ernst genommen wird.

Doch das sollte für Übergewichtige, die sich damit unwohl fühlen oder die, sich um ihre Gesundheit sorgen, kein Grund und auch erst recht kein Argument sein, sich mit dem Problem abzufinden. Mit ein paar Kniffen, etwas Disziplin und vor allem dem ernsthaften Anliegen etwas zu verändern, können die Pfunde purzeln – und zwar langsam und nicht von heute auf morgen.

Doch hier soll es ja nicht vordergründig um gesunde Ernährung oder körperliche Betätigung gehen. Hier soll geklärt werden, wo die möglichen Ursachen des Übergewichts liegen und welche gesundheitlichen Folgen daraus entstehen können. Beginnen soll aber alles mit einer Berechnung und Einschätzung der eigenen körperlichen Konstitution.

Übergewicht und der BMI: Der persönliche Body Mass Index

Der Body Mass Index (BMI) ist eine Messzahl zur Bewertung des Gewichts. Die Formel hört sich erst einmal etwas kompliziert an, ist es aber eigentlich gar nicht. Sie lautet: Gewicht, dividiert durch die Größe im Quadrat.

BMI Rechner

Berechne deinen BMI:

Berechne ganz einfach deinen Body-Mass-Index. Dafür benötigen wir lediglich:

dein Geschlecht

deine Körpergröße in cm:

sowie dein Körpergewicht in kg:

Dein Ergebnis: Dein BMI liegt bei ?. Das bedeutet du hast ?

Doch was sagt der BMI nun aus. Das ist zum einem vom Geschlecht, zum anderen vom Alter abhängig.

Persönlicher ZustandFrauenMänner
Untergewichtunter 19unter 20
Normalgewicht19-2420-25
Übergewicht25-3026-30
Fettleibigkeit (Adipositas)31-4031-40
Starke Fettleibigkeithöher als 40höher als 40

Mit zunehmendem Alter verschiebt sich die Spannbreite für das Normalgewicht nach oben. Bei einem Alter zwischen 19 und 24 liegt das Normalgewicht zwischen genau eben diesen 19 – 24 auch beim BMI. Bei über 65-jährigen wird ein BMI zwischen 24 – 29 als normal angesehen.

Wo befinden sich die überschüssigen Pfunde?

Obwohl der Body Mass Index wissenschaftlich von den meisten Experten als wesentliches Instrumentarium anerkannt ist, spielt aber noch ein weiterer Faktor, vor allem wenn es um Fragen der Gesundheit geht, eine wichtige Rolle. In diesem Zusammenhang ist entscheidend, in welcher Körperregion sich die überschüssigen Kilos verteilen.

Am Bauch (häufig die Problemzone bei Männern) sind sie viel schädlicher als an den Hüften oder Oberschenkeln (häufig Problemzonen bei Frauen). Im inneren Bauchfett haben die Fettzellen einen aktiveren Stoffwechsel als im Unterhautfettgewebe von Beine und Po.

Wissenschaftliche Studien haben einen Zusammenhang zwischen Fettpolstern am Bauch und Herz-Kreislauferkrankungen nachgewiesen.

Ein Bauchumfang über 88 cm bei Frauen bzw. über 102 cm bei Männern weist auf ein erhöhtes Risiko für einen solchen Krankheitsverlauf hin. Zu weiteren möglichen Folgen des Übergewichts weiter unten mehr.

Bauchfett

Das innere Bauchfett ist besonders gefährlich für Männer sowie für Frauen. Es kann dadurch zu schweren Herz-Kreislauferkrankungen kommen.

Ursachen des Übergewichts

Die beiden entscheidendsten Ursachen für Übergewicht sind auch gleichzeitig die, an denen am meisten verändert werden kann: falsche Ernährung und Bewegungsmangel. In diesem Fall stimmt nämlich die sogenannte Energiebilanz nicht. Das heißt, es werden regelmäßig mehr Kalorien zugeführt als der Körper verarbeitet. Die überschüssigen, nicht verbrannten Kalorien sammeln sich dann schnell zum ungeliebten „Hüftgold“.

Die Gene als wichtiger Faktor

Doch, wie schon gesagt, auch die genetischen Faktoren spielen eine nicht unwesentliche Rolle. Als Beispiel werden in diesem Zusammenhang immer wieder wissenschaftliche Untersuchungen an getrennt voneinander aufgewachsenen Zwillingen angeführt. Der Zwilling, der in einer fremden Familie groß wurde, hatte trotzdem die Gewichtsmerkmale seiner Eltern und nicht die seiner Adoptiveltern.

Forscher vermuten, dass vieles davon abhängt wie sehr der einzelne genetische Code noch von den Urahnen geprägt ist, bei denen der Kampf ums Essen noch überlebenswichtig war. Andere Forschungsergebnisse zeigen, dass genetische Defekte zu einer verminderten Ausschüttung des Hormons Leptin führen können. Leptin übernimmt eine wichtige Rolle bei der Regulation des Hungergefühls.

Gewohnheiten und Depressionen

Soziale Aspekte können eine wichtige Begründung für Übergewicht darstellen. Wenn Kinder schon in frühen Jahren keine gesunde Ernährung kennenlernen, haben sie es im Alter schwerer sich umzustellen. Immerhin 20 Prozent der Kinder in Deutschland leiden bereits an erheblichem Übergewicht. Ganz wichtig in diesem Zusammenhang ist, dass Fettzellen, die im Körper einmal angelegt wurden, ein Leben lang nicht wieder verschwinden. Sind sie im Kindesalter einmal angelegt, bleiben sie für immer.

Naschen und übermäßiges Essen sind häufig Resultate eines Befriedigungsverhaltens oder Anzeichen von psychologischen Erkrankungen wie Depression. Übergewicht kann auch, doch das sei hier nur am Rande erwähnt, weil sich die Patienten damit wahrscheinlich ohnehin in ärztlicher Behandlung befinden, durch Medikamente wie Kortison oder Psychopharmaka hervorgerufen werden.

Bluthochdruck bei Übergewicht

Übergewicht führt oft zu Bluthochdruck. Schlaganfälle und Herzinfarkte kommen in dieser Risikogruppe besonders häufig vor.

Folgen des Übergewichts

Ein wichtiger Hinweis soll an dieser Stelle gleich vorausgeschickt werden. Schweres Übergewicht (BMI über 30) gehört in ärztliche Behandlung. Nur ein solcher Fachmann kann die ganz persönlichen Ursachen und die damit verbundenen Risiken richtig einschätzen.

In der Wissenschaft umstritten hingegen ist es, ob übergewichtige Menschen unterhalb eines BMI von 30 stark gesundheitsgefährdet sind. Eine Untersuchung in den USA kam da zuletzt sogar zu einem ganz anderen Ergebnis. Demnach haben so genannte „präadipositive“ Menschen (BMI von 25 – 30) eine höhere Lebenserwartung als Normalgewichtige. Dabei sollte aber bedacht werden, dass ein BMI bis 30 häufig nur eine Vorstufe oder eine Übergangsphase zur Adipositas darstellt.

Aus Übergewicht kann schnell eine sehr bedenkliche Fettleibigkeit werden.

Typische Erkrankungen und Probleme von Übergewichtigen

In vielen Fällen gehen mit starkem Übergewicht verschiedene Krankheiten, manchmal sogar mehrere gleichzeitig, einher. Die Gefahr einer Herz-Kreislauf-Erkrankung durch viel Bauchspeck wurde oben bereits kurz angerissen. Überhöhtes Gewicht kann so für Bluthochdruck sorgen. Das Risiko für Schlaganfälle oder Herzinfarkte steigt damit erheblich.

Menschen mit überdurchschnittlichem BMI leiden häufig unter Stoffwechselstörungen und Diabetes. Treten diese beiden Krankheiten gemeinsam mit Schwierigkeiten des Herz-Kreislauf-Systems zusammen auf, sprechen Ärzte vom sogenannten Metabolischen Syndrom. Übergewichtige mit großem Bauchumfang leiden überdurchschnittlich stark daran.

Die zusätzlichen Pfunde belastet ganz eindeutig die Gelenke und die Wirbelsäule stärker als bei Menschen mit Normalgewicht. Das führt langfristig zur Abnutzung der Gelenke in den Beinen und des Rückgrades und bewirkt eine starke Einschränkung der Beweglichkeit.

Menschen mit Gewichtsproblemen ernähren sich häufig ungesund. Vor allem zu viele ungesättigte Fette, die auch häufig „versteckt“ zum Beispiel in der Wurst aber auch im Käse enthalten sind, können ganz erheblich krank machen. Hoher Fettkonsum steht im Verdacht, für einige Krebskrankheiten (Darm, Brust, Gebärmutter) mitverantwortlich zu sein.

Nicht zuletzt kann das überschüssige Gewicht das man mitschleppt auch zu psychischen Erkrankungen führen. Dicke Menschen fühlen sich oft ausgegrenzt oder meinen, ausgrenzt zu werden. Das kann zur Vereinsamung und zu Depressionen führen. In der Folge unternehmen sie weniger Aktivtäten, was wiederum zu weniger Bewegung damit zu geringerem Abbau der Kalorien beiträgt.

War dieser Artikel hilfreich? Dein Feedback hilft uns dabei unsere Artikel zu verbessern. Nimm dir bitte eine Sekunde Zeit und teile uns mit, ob dir dieser Beitrag gefallen hat!
We appreciate your feedback! Thanks for helping us improve our articles.