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Fasten: Abnehmen und Körper entgiften?

Fasten Abnehmen
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Fasten und Abnehmen passen optimal zusammen – zumindest denken das viele Abnehmwillige. Doch in Wirklichkeit sind dies zwei völlig unterschiedliche Dinge, die allerdings zumindest vordergründig den gleichen Effekt haben. Abnehmen beziehungsweise Abnehmen-Wollen setzt voraus, dass man Gewicht beziehungsweise Körpermasse (meist Fett) verlieren möchte, aus welchem Grund auch immer. Die gängigen Methoden dabei sind kurzfristige Änderungen der Ernährungsgewohnheiten, also Diäten. Im Rahmen dieser Diäten tauchen auch hin und wieder Fastenkuren auf. Dabei handelt es sich dann um einen Null-Kalorien-Diät. Dass man dabei abnimmt, leuchtet ein. Allerdings nur kurzfristig und mit JoJo-Garantie, das heißt nach dem Fasten wird der Körper das verlorene Gewicht schnell wieder aufbauen. Oft sogar noch etwas mehr.

Fasten in seinen unterschiedlichen Ausprägungen ist ursprünglich religiös motiviert und wird auch medizinisch angewendet:

  • Zumindest beiläufig bekannt sein dürfte vielen das vorösterliche Fasten im katholischen Glauben oder der Ramadan bei islamischen Gläubigen. Im christlichen Glauben steht ein Verzicht auf bestimmte Speisen im Vordergrund, verbunden mit der Vorstellung einer geistigen Läuterung. Der islamische Glaube dagegen propagiert ein komplettes Ess- und Trinkverbot am Tag. Dafür darf dann nachts geschlemmt werden. Die Gewichtsreduktion dürfte sich dabei in Grenzen halten. Die Fastenzeiten sind zeitlich begrenzt.
  • Aus der Heilpraktik ist besonders das Heilfasten vielen ein Begriff. Im Vordergrund steht dabei der medizinische Nutzen. Meist wird bei diesen Fastenkuren eine Reinigung und Entgiftung des Körpers beabsichtigt. Oft wird damit auch eine mentale Reinigung verbunden. Über diese beiden Aspekte kann man geteilter Meinung sein. Fakt ist jedenfalls, dass eine Fastenkur mit Gewichtsverlust verbunden ist. Fastenkuren werden ebenfalls zeitlich begrenzt eingesetzt, oft nur über wenige Tage.

Das sollten Sie über das Fasten wissen

Bevor man sich jedoch einer solchen medizinisch orientierten Fastenkur wie dem Heilfasten unterzieht, sollte man einige Dinge wissen:

  • Es handelt sich hier um eine extreme Mangeldiät und damit eine echte Tortur für den Körper. Beim Heilfasten werden überhaupt keine Kalorien zugeführt. Auf eine Zufuhr der notwendigen Mineral- und Vitalstoffe sollte man unbedingt achten.
  • Der Gewichtsverlust (bis zu 1 kg pro Tag) entsteht vor allem durch den Verlust an Körperflüssigkeit, teilweise auch dem Verlust an Muskelmasse. Fett wird dabei nur bedingt abgebaut.
  • Aufgrund des Flüssigkeitsverlustes ist dringend darauf zu achten, dem Körper ausreichend Flüssigkeit zuzuführen, um eine Austrocknung (Dehydrierung) zu vermeiden. Auch für die Arbeit der Organe, zum Beispiel der Nieren, ist es wichtig, dass der Körper ausreichend Flüssigkeit erhält. Ohne ausreichende Flüssigkeit wird auch das Blut steifer, mit katastrophalen Folgen für das gesamte Herzkreislaufsystem.
  • Da der Körper keine Nahrung erhält, sollte er auch nicht übermäßigen Anstrengungen ausgesetzt werden. Statt sportlichen Aktivitäten, die eigentlich für die Fettverbrennung notwendig wären, ist Chillen angesagt, etwa in Form von Ruhen und Meditieren.
  • Der Gewichtsverlust kann während der Fastenzeit stark schwanken. Dies ist von Körper zu Körper unterschiedlich. Salz bindet Wasser, und je nach Salzhaushalt wird dann mehr oder weniger Wasser freigegeben.
  • Fastenkuren werden in der Regel nicht abrupt begonnen und beendet, sondern eingeleitet und ausgeleitet. Der Körper wird dabei allmählich auf das Ausbleiben der Nahrung gewöhnt beziehungsweise wieder daran gewöhnt, feste Nahrung zu verarbeiten. Erst bei diesen Aufbautagen kann man erkennen, wie viel Gewicht man tatsächlich verloren hat.
  • Eine Fastenkur sollte nur nach Rücksprache mit dem Hausarzt in Angriff genommen werden. Je nach körperlicher Verfassung wird er sogar von einer Fastenkur abraten.

Wenn Sie Gewicht verlieren möchten, ist eine Fastenkur also nicht unbedingt die beste Methode. Anders ausgedrückt: Wenn Sie abnehmen möchten, lassen Sie sich von Fachleuten ein genau auf Sie zugeschnittenes Ernährungs- und Bewegungsprogram ausarbeiten. Wenn Sie Fasten möchten, tun Sie es – aber nur um des Fastens willen und nicht, um damit abzunehmen.

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Aktualisiert am:

Publiziert am: 22. Mai 2012

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Kategorie: Abnehmen Tipps

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